Kinderhäuser Waisenhaus Cap Haitien, Haiti, Neubau

Projektname: Institut Notre Dame de la Médaille Miraculeuse (INDMM)

Art / Funktion: Neubau von Gebäuden für Schule und Kinderunterbringung

Projektträger:  Action Five e. V.

Jahr: 2012 – 2019

Land: Haiti

Ort:  Cap-Haïtien

Das Institut Notre Dame de la Médaille Miraculeuse (INDMM) in Cap-Haïtien umfasst eine Schule, Unterkünfte für (Waisen-)Kinder, eine Küche, Wäscherei sowie Wohnräume für Leitung und Personal. Viele der bestehenden Gebäude befanden sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand.

Im Jahr 2012 bat der deutsche Verein Action Five e. V., vertreten durch Marie-Josée Franz, Architekten über Grenzen um Unterstützung bei der Planung von drei neuen Gebäuden für die Kinder. Der Entwurf, erstellt von Vereinsmitglied Anke Reichert, wurde favorisiert und weiter ausgearbeitet. Nach der Kostenschätzung folgte die Antragstellung auf Fördermittel bei öffentlichen Geldgebern.

Nach längerer Wartezeit informierte Action Five e. V. im Sommer 2015, dass eine Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) bewilligt worden war. In der Folge fanden mehrere Planungstreffen mit beteiligten Mitgliedern statt, um die nächsten Schritte zu koordinieren. Neben den Architektinnen Anke Reichert und Hanka Griebenow, die das Projekt federführend begleiten, waren auch Wolfgang Miethke, Thomas Schinkel und Ingenieur Knut Herdemerten (Senior Experten Service, SES) beteiligt.

Im Oktober 2015 reisten Anke Reichert und Marie-Josée Franz nach Haiti, um die Lage vor Ort zu prüfen und lokale Partner zu gewinnen. Dabei kam der Kontakt zur Organisation Entrepreneurs du Monde (EDM) zustande, die sich auf traditionellen Holzbau spezialisiert hatte. EDM bot an, die Ausführungsplanung zu übernehmen, eine Bauleitung zu stellen und lokale Handwerker im Holzbau weiterzubilden. Aufgrund dieser nachhaltigen Ausbildungsaspekte empfahlen Architekten über Grenzen die Zusammenarbeit.

Kurz vor Baubeginn im Sommer 2016 beendete EDM jedoch ihre Aktivitäten in Haiti. Action Five e. V. übernahm daraufhin die Koordination mit lokalen Ingenieuren, die die Bauüberwachung fortführten.

Im September 2016 begannen schließlich die Bauarbeiten. Die Statik für die neuen Gebäude wurde von Wolfgang Miethke und einem Kollegen erstellt. Parallel dazu war die Organisation Aqua Nostra mit der Erneuerung der Entwässerung, Frischwasser- und Abwasserleitungen des Geländes beauftragt. Zudem beteiligte sich Technik ohne Grenzen an der Planung der Elektroinstallationen und einer neuen Photovoltaikanlage.

Ingenieur Knut Herdemerten begleitete den Start der Bauphase vor Ort. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Organisationen und engagierter Fachleute konnte das Projekt entscheidend vorangebracht werden.

Über den weiteren Verlauf berichten wir fortlaufend.

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